Bildungscampus Bockmühle ergreift gemeinsam mit Altendorfer Grundschulen und KITAs Initiative

Die Ausgangslage ist hinreichend bekannt, aber höchst Besorgnis erregend:
Ein Drittel der Vorschulkinder sprechen schlechtes oder gar kein Deutsch. Fast zwei Drittel der mehrsprachig aufwachsenden Kinder erreichen nicht die erwartete, altersgerechte Sprachkompetenz.
Unzureichend entwickelte Deutsch- und Bildungssprachkompetenz begleiten die gesamte Schullaufbahn und erschweren den späteren Übergang in die Berufsausbildung.

Aus diesem Grund startet der Bildungscampus Bockmühle gemeinsam mit Altendorfer Grundschulen und KITAs  im Schuljahr 2026/2027 eine sorgfältig vorbereitete Pilotierung der frühkindlichen Sprachförderung mit wissenschaftlicher Begleitung und Evaluation.

Die Erkenntnisse werden den operativen Akteuren vor Ort und der Landesregierung NRW zur Verfügung gestellt  – als Grundlage für die landesweite Umsetzung ab 2028/2029, die in vielen Details noch ungeklärt ist.

Breite Unterstützung vor Ort in Altendorf

Drei Grundschulen und einige KITAs in Essen-Altendorf stimmen der Initiative ausdrücklich zu und erkennen eine große Chance darin, Kinder mit Unterstützungsbedarf in der deutschen Sprache bereits vor dem Schuleintritt gezielt zu begleiten.

Die räumliche Nähe zu den umliegenden KITAs und Grundschulen erleichtert die Umsetzung der Kooperation mit dem Bildungscampus Bockmühle erheblich.

Um die Eltern in die Sprachbildung einzubeziehen, wird parallel zu den Maßnahmen der additiven Sprachförderung in Kleingruppen über Sprach-Cafés für die Eltern nachgedacht.

Das Pilotprojekt ist über drei Schulhalbjahre geplant. Es wurde vom Lionsclub Cosmas et Damian initiiert und mitentwickelt und wird von einer Essener Stiftung gefördert.