Sieben Schüler*innen unserer Schule haben freiwillig an dem Workshop „Held oder Mensch mit Zivilcourage?“ teilgenommen und sich dabei intensiv mit Fragen der deutsch-jüdischen Geschichte, der Erinnerungskultur und dem Thema Zivilcourage auseinandergesetzt.

Im Mittelpunkt standen dabei die Lebensgeschichten von Berthold Beitz sowie der Essener Familie Müller, die während der Zeit des Nationalsozialismus jüdischen Menschen geholfen und damit großen persönlichen Mut bewiesen haben.

Im Rahmen des Workshops beschäftigten sich die Teilnehmenden sowohl in der Schule als auch in der Alten Synagoge Essen mit historischen Quellen, Biografien und konkreten Beispielen gelebter Zivilcourage. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, sich auch heute mit den Folgen von Ausgrenzung, Diskriminierung und Antisemitismus auseinanderzusetzen, um die demokratischen Werte zu wahren.

Mit den Ergebnissen des Workshops, hat sich unsere Schule für das Programm „Berthold-Beitz Schüler*innenfahrt Berlin“ beworben, welches zum dritten Mal Schüler*innenfahrten nach Berlin finanziert, um die deutsch-jüdische Verständigung sowie das Demokratieverständnis zu fördern. Das Programm ist von der „Krupp-Stiftung“ der Stadt Essen sowie dem Jüdischen Museums Berlin ausgeschrieben und finanziert.

Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro wurde der Gesamtschule Bockmühle bei der Verlosung zuteil.

Das Preisgeld möchten wir gezielt für die Organisation und Durchführung einer Gedenkstättenfahrt nach Berlin einsetzen, welche im Rahmen des Projektkurses „Orte der Erinnerung?! Literarische Texte, (neue) Medien und historische Quellen als Spiegel der Erinnerung“ der zukünftigen Qualifikationsphase stattfindet. Dort sollen die Schüler*innen historische Orte wie das Jüdische Museum und weitere Erinnerungsorte besuchen, um Geschichte unmittelbar vor Ort zu erleben und ihr historisches Bewusstsein weiter zu stärken.