50 Jahre Bockmühle – wie feiert man den Geburtstag einer Schule? Einer Schule, die so viele Menschen auf ihrem Lebensweg begleitet und geprägt hat. Einer Schule, in der Schüler und Schülerinnen ihre Persönlichkeit entwickeln konnten. Einer Schule, in der Lehrer und Lehrerinnen diese jungen Menschen auf ihrem Weg ein kleines Stück begleiten durften. Einer Schule, die – so wie sie war und ist – nicht mehr lange existieren wird. Der Neubau steht an!

Die Feier ausfallen zu lassen war keine Option. Aber nach zwei Jahren Pandemie und immer noch hohen Fallzahlen fiel die Wahl auf eine Party im kleinen Rahmen. Für die Schüler*innen bedeutete dies einen Ausflugstag am 21.9.2022, an dem sie mit ihren Klassen schöne Erlebnisse hatten und Erfahrungen sammeln durften. Für die Erwachsenen wurde von einem engagierten und kreativen Team eine kleine Feier geplant. Im Vorhinein gestaltete jede Klasse für die Schulstraße eine Wimpel-Girlande mit ihren Wünschen für und an die Bockmühle, welche immer noch dort hängen, um betrachtet und gelesen zu werden.

Am 23.9.2022 um 18 Uhr war es dann so weit. Die Fete konnte beginnen. Neben aktuellen Lehrer*innen kamen auch viele ehemalige Kollegen und Kolleginnen. Sicherlich durften auch offizielle Vertreter – wie unser Oberbürgermeister Thomas Kufen und Verantwortliche der Stadt Essen – nicht fehlen. Wer nun an eine langweilige Veranstaltung mit vielen langen Reden denkt, der kennt die Bockmühle nicht. Nach einleitenden Worten der Schulleiterin Julia Gajewski wurden kleine kurze Interviews, geführt von Alexander Maurer, in lockerem Rahmen abgewechselt von einer hervorragenden Band. Immer wieder gab es die Gelegenheit auch zwischendurch mit unterschiedlichen Personen in angenehmer Atmosphäre ins Gespräch zu kommen oder einfach mal ein wenig zu der guten Musik zu tanzen. Eine kurze Rede des ehemaligen Schulleiters Klaus Prepens wurde in Vertretung vom jüngsten Kollegiumsmitglied Max Hesse gehalten und zeugte von der Verbundenheit, die man eben auch nach der Zeit an der Bockmühle immer noch mit der Schule hat. Natürlich wurde auch für das leibliche Wohl der Anwesenden gesorgt: neben Softgetränken, Bier und Wein gab es auch einen Cocktailstand sowie einen Foodtruck mit … na? … was wohl? … Currywurst und Pommes. Eben typisch Ruhrpott, typisch Bockmühle. Und zu späterer Stunde ging es zu guter Letzt in die Disco. Ein rundum gelungener Abend. Gerne wieder.

Birgit Schäfer

Zu meiner Zeit an der Bockmühle habe ich meine Kolleginnen und Kollegen mit dem Spruch aus einem schwedischen Kochbuch genervt: Man nehme, was man hat und koche, was man kann.
Das ist an der Bockmühle über all die Jahre die Beschreibung dieses Engagements gewesen.

Klaus Prepens